Narrative Interviews: Grundlagen und Anwendungen by Ivonne Küsters

By Ivonne Küsters

Dieses Buch führt in die Methode des narrativen Interviews und in die zugehörigen Auswertungsverfahren ein. Dabei werden sämtliche Schritte eines qualitativen Forschungsprozesses mit narrativen Interviews - Entwicklung der Fragestellung, Sampling, Erhebung und Auswertung von Interviews, Typenbildung, Theoriebezug der empirischen Ergebnisse - sowohl allgemein erläutert, als auch an einem durchgehenden Forschungsbeispiel, einer biographie- und musiksoziologischen Untersuchung, exemplarisch in der Anwendung gezeigt. Daneben werden die erzähltheoretischen und methodologischen Grundlagen des narrativen Verfahrens, seine Einsatzmöglichkeiten in diversen Forschungsfeldern, auch über den Haupteinsatzbereich Biographieforschung hinaus, sowie die Kritik an der Methode behandelt.

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Es geht bei Schütze nicht darum, dass eine objektive Ereignisabfolge gewissermaßen eine direkte Entsprechung im Text findet. : Einen weiteren Ansatzpunkt für Kritik am narrativen Verfahren bildet die zwangsläufige Retrospektivität des Erzählvorgangs: Für den heutigen Erzähler ist das Dargestellte eine vergangene Erfahrung, die er vielfach reflektiert hat bzw. haben kann und die er aus dem Blickwinkel seines heutigen Lebens betrachtet. Es stellt sich also die Frage, ob die heutige Erzählung die vergangene Erfahrungskonstitution überhaupt reproduzieren kann oder ob sie nur den heutigen, veränderten Blick auf die Vergangenheit wiedergibt; eine Anschlussfrage dazu ist, ob man am Text beides voneinander unterscheiden kann (Bude 1985: 335).

Auch das zweite Argument ist nicht besonders triftig, kann man sich doch zu all diesen Begriffen Geschichten vorstellen (Bohnsack 2003: 103). Weitaus stichhaltiger ist allerdings Budes Kritik am „regulativen Ich-Ideal des Narrativismus", der alles Brüchige und Abweichende in Lebenserzählungen an einer idealisierten Erzählgestalt und an einem „Ideal-Ich mit einer kontinuierlichen biographischen Identität" misst; eine bruchstückhafte oder nicht zustande gekommene Erzählung wird als Indiz für einen ebensolchen Lebensverlauf angesehen (1985: 332).

Die Vereinbarung eines Interviewtermins zumeist telefonisch. Da von diesem Erstkontakt abhängt, ob das Interview gewährt wird, sollte man die Darstellung seines Vorhabens und die Bitte um Mitwirkung dabei nicht dem Zufall überlassen, sondern sich vorbereiten. B. B. Dissertationsvorhaben) und Thematik des Forschungsprojektes, erklärt, wie und von wem man auf den Gesprächspartner verwiesen worden ist und bittet um ein Gespräch. Man sollte gegenüber dem Befragten eher von „Gespräch" als von „Interview" sprechen, um die Assozia- 50 4 Das narrative Interview im Forschungsprozess tion eines Frage-Antwort-Spiels von Vornherein zu vermeiden.

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