Musikvideos im Alltag Jugendlicher: Umfeldanalyse und by Thorsten Quandt

By Thorsten Quandt

Obwohl es Musikvideos schon seit mehr als 25 Jahren gibt und die Clips ihren festen Platz in der Jugendkultur gefunden haben, gelten sie hierzulande immer noch als eine ‘neue’ Medienform. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema fand im deutschsprachigen Raum kaum statt. Die bisherigen Veröffentlichungen beschränkten sich größtenteils auf die Ästhetik der Musikvideos und pädagogisch orientierte Befürchtungen angesichts möglicher Gefahren des Clipkonsums. Dabei fehlen jedoch ein allgemein anerkanntes theoretisches Gerüst und die Darstellung empirischer Erkenntnisse. Die Arbeit von Thorsten Quandt nimmt sich dieser Problematik an: In einem theoretischen Teil wird ein Überblick über die Geschichte der Medienform sowie die wichtigsten Forschungsansätze aus dem In- und Ausland gegeben. Kommunikatorforschung und Inhaltsanalysen kommen dabei ebenso zur Sprache wie Ergebnisse der Rezipienten- und Wirkungsforschung. Abgerundet wird die Arbeit durch eine explorative, qualitative Rezeptionsstudie, die neue Problemfelder und Fragestellungen für die praktische Erforschung von Musikvideos im Alltag Jugendlicher aufzeigt.

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DalÜber hinaus läßt sich fur die meisten Sendungen ein gewisser Rahmen an Genres abstecken, aus denen die Videoclips stammen (der bei Spezialistensendungen auf einen einzigen Musikstil begrenzt Theoretische Implikationen 33 Eine weitreichende Vermischung von Kommerz und Kultur zeichnet sich auch in den anderen Distributionsformen der Videoclips ab. Hier ist zunächst die Verwendung an Orten des Konsums, der Freizeitgestaltung, der Gastronomie usw. zu nennen. Musikvideos werden dort oft als Blickfang, aber auch gleichsam an Stelle der vielerorts üblichen 'Musikberieselung' als Hintergrundmedium eingesetzt.

Zum anderen finden bei der seltenen Forschung aus den genannten Fachrichtungen vorwiegend solche Methoden ihre Anwendung, die auf die Produktion statistisch verwertbarer Aussagen ausgerichtet sind. B. Alter, Geschlecht oder Bildungsstand. Solch ein Vorgehen ist durchaus legitim62 , hat aber zur Folge, daß die Gesamtheit der Rezipienten immer noch als eine Masse dasteht, ein fast monolithischer Publikums-'Block', der meist nicht näher charakterisiert wird und lediglich durch die nur grob differenzierenden Vorhersagevariablen in größere Abschnitte zerteilt worden ist.

Die bisher genannten Punkte unterstützen die Vermutung, daß die Rezipientenseite nicht aus einer einheitlichen Menge von gleichförmigen Musikvideokonsumenten besteht. Vielmehr ist anzunehmen, daß das Publikum aus einer Vielzahl sich überschneidender Subkulturen und Fangemeinden entstammt (im Schaubild durch Segmentierungen angedeutet). Es gilt zu überprüfen, ob Zuhörer und Zuschauer von Musikvideos sich verschiedenen Rezipientengruppen zugehörig fühlen, oder ob sie ganz individuelle Gründe für ihre Zuwendung zur Medienform haben.

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