Museumspraxis und Urheberrecht: Eine Einführung by Gerhard Pfennig

By Gerhard Pfennig

Museen und Sammlungen stehen heute vor vielfältigen Herausforde­ rungen; das Engagement der öffentlichen Haushalte nimmt ab, neue Finanzierungsquellen im privaten Bereich müssen erschlossen wer­ den. Weltbekannte, häufig privat betriebene Museen im Ausland ver­ markten ihre Bestände im großen Stil und dienen als Beispiel für die Kommerzialisierung von Sammlungen. Besonders verlockend erschei­ nen in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten, die die Entwicklung neuer Speicher- und Übermittlungstechniken im digitalen Zeitalter er­ öffnet: Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Samm­ lungsbestände der großen Museen in digitalisierter shape als Daten­ banken dem Massenverkehr auf der Datenautobahn zur Verfügung stehen und jedem Haushalt oder jedem kommerziellen Nutzer zugäng­ lich gemacht werden können. Die Frage ist nicht mehr, ob diese Entwicklung tatsächlich der Be­ stimmung der Museen entspricht; die Frage ist vielmehr, in welchem Umfang Museen und Sammlungen an der wirtschaftlichen Nutzung ihrer Bestände, insbesondere im digitalen Zeitalter, partizipieren, d.h. Erträge erzielen und damit finanzielle Ressourcen für die Unterhal­ tung ihrer Einrichtung gewinnen können.

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Ihre Auswertung erfolgt entweder durch den Verkauf von Einzelkopien in Kassettenform durch den Kunsthandel bzw. Spezialvertriebe oder durch Vorführung in Galerien, Museen und ein- 36 schlägigen Festivals, ohne daß eine massenhafte wirtschaftliche Auswertung, vergleichbar mit der zuerst genannten Kategorie, festzustellen ist. Die unterschiedliche Produktionsform der beiden genannten Kategorien, die selbstverständlich zahlreiche Überschneidungen einschließen und angesichts der absehbaren technischen Entwicklung in ihrer Abgrenzung auf Dauer nicht fortbestehen werden, führt zu einem unterschiedlichen Rechtebestand.

Eine Nutzung in "körperlicher Form", also unter Verwendung des Werkexemplars, berührt insbesondere das Vervielfältigungsrecht, das Verbreitungsrecht, das Ausstellungsrecht und, neuerdings, das Vermietrecht; unter öffentlicher Wiedergabe "in unkörperlicher Form" versteht der Gesetzgeber den Vortrag, die Auffiihrung und die Vorführung eines Werkes, meist der Literatur oder Musik oder eines Films, die Sendung und die Wiedergabe durch Bild- oder Tonträger bzw. die Wiedergabe von Funksendungen; Nutzungen durch Multimediatechniken unterfallen beiden Verwertungsformen.

Die Aufzeichnung und Sendung von öffentlichen Darbietungen, also etwa Konzerten oder Lesungen in der Öffentlichkeit, erfordert, wenn sie aufgezeichnet oder gesendet werden soll, auch die Zustimmung des Veranstalters. In vielen Fällen allerdings treten die Künstler diese Rechte im Rahmen von Verträgen an die jeweiligen Produzenten oder Veranstalter ab. Der Schutz der künstlerischen Leistungen ist gegenüber dem Urheberrechtsschutz zeitlich begrenzt, er beträgt, wie oben dargestellt, 50 Jahre ab dem Tage der Aufführung bzw.

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