Einführung in die interaktionistische Ethnografie: by Michael Dellwing, Robert Prus

By Michael Dellwing, Robert Prus

Ethnografie hat weiterhin den Geruch von Abenteuer. Der vorliegende Band bietet eine Heranführung an die ethnografische Haltung und Praxis, mit der das immersive Abenteuer der Feldarbeit und das akademische Abenteuer der Schreibarbeit zusammen bestritten werden können.
Als von Interaktionisten verfasste Einführung bietet er Einsteigern eine klassische, zurück zu den Chicagoer Wurzeln führende Praxis an, in der Intersubjektivität, Offenheit, Unwägbarkeit, Aufs-Feld-Einlassen und kreative Neuschöpfung aus dem Feld heraus betont werden. Dabei ist er theoretisch fundiert und feldpraktisch ausführlich gehalten: Mit reichhaltigen Beispielen zeigt er auf, wie die Sammlung von fabric, die begleitende examine und das schlussendliche Verfassen eines analytisch gebundenen Feldberichts organisiert werden können. Zugleich aber steht er in der interaktionistischen culture, die "Realität des Feldes" als primäre Realität zu sehen, die nicht durch extern angelegte Theorie oder Methode planiert werden darf. Damit ist es eine Einleitung in eine kreative, pluralistische und bescheidene ethnografische Haltung.

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20 Hier sind Identitätsleistungen („face-work“, Goffman 1959) sehr deutlich mit diesen „Meinungen“ verwoben. Um wahre Selbste geht es hier niemals, sondern immer nur um die offenen, fluktuierenden Rollen, die in unterschiedlichen Kontexten und zu unterschiedlichen Zwecken eingenommen werden.  u. 2 Pioniersoziologie in prozessualer Haltung 49 heitliche Einstellung“ oder eine einheitliche Position zur Kindererziehung mag behauptet werden, wenn die Person in einer abstrakteren Situation, wie der des Interviews, gefragt wird.

Die Welt in Prozessen: Ausgehandelte Bedeutungen und Intersubjektive Welten Anweisung, die Handlungen der Menschen als Bedeutungsangebote, -aushandlungen und -annahmen zu verstehen. Die Darstellung soll uns lediglich davon abhalten, diese Aushandlungen zu personalisieren und sie als „in den Personen“ entstehend zu verstehen: Auch meine eigene „Meinung“ kann beispielsweise im Laufe einer Interaktion erst „enstehen“, auch wenn alle Beteiligten, ich eingeschlossen, glauben, ich habe sie bereits zu Beginn der Situation mitgebracht und alle so handeln, als wäre die Interaktion ein Prozess des „Erkennens“ dieser mitgebrachten Meinungen gewesen.

Es geht um gemeinsame Handlung auf der Basis von gegenseitigen Unterstellungen, die erfolgreich sind, wenn sie erfolgreich sind (ohne, dass es „strukturelle Kriterien“ ihres Erfolges gäbe): Wenn Menschen sichauf ihrer Basis in einer Interaktionssituation aneinander anpassen. Bedeutungen als Leistungen zwischen Personen und im aufeinander bezogenen Miteinander statt als in irgendwelchen Welten hinter ihnen Verankertes zu sehen, macht sie überkomplex in einer Form, die nie einen Abschluss erlaubt: Aber gerade das macht die soziale Welt zu einem nie versiegenden Brunnen von Bedeutungsproduktionen, die ethnografisch untersucht werden können.

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